Artikel mit dem Tag Harry Potter

Expelliarmus! Stupor! STUPOR!

Mittwoch, Dezember 30th, 2009

Momentan leihe ich mich ja einmal quer durch die Videothek und probiere verschiedene Spiele für die Nintendo Wii aus, die ich dank TRND mein Eigen nennen darf. Über Weihnachten hatte ich dann mal einen genaueren Blick auf Harry Potter und der Halbblutprinz geworfen - und meine Erfahrungen damit will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Die Handlung ist die gleiche wie im Buch (bzw. eher wie im Film) und wird durch diverse Zwischensequenzen vorangetrieben. Wenn man die Vorlage nicht kennt, kann man der Handlung meines Eindrucks nach - wie das bei Harry-Potter-Spielen so üblich ist - nicht wirklich folgen. Die Grafik sowohl der Zwischensequenzen als auch des Spiels selber ist nicht umwerfend, aber akzeptabel.

Im Spiel ansich muss man im Großen und Ganzen im steten Wechsel drei verschiedene Sachen machen: Tränke mischen, Duelle bestreiten und Quidditch spielen. Zwischendurch läuft man im Prinzip nur von A nach B und kann Wappen sammeln… was ich aber nicht getan habe. Rätsel oder ähnliches gibt es quasi keine.

Beim Tränke mischen werden mit der Wiimote Greif-, Schütt- und Rührbewegungen ausgeführt, was erstens gut funktioniert und zweitens auch noch Spaß macht. Die Zauberduelle werden durch Fuchteln mit Wiimote und Nunchuk bestritten - hierbei besteht allerdings das Problem, dass man im Eifer des Gefechts die Bewegungen oftmals nicht 100%ig genau ausführt und das Spiel dementsprechend falsch reagiert - und Protego statt Expelliarmus ist irgendwie uncool. Beim Quidditch muss man eigentlich nur mit der Wiimote auf den Fernseher zielen und durch Sterne fliegen. Von den drei “Disziplinen” ist Quidditch eindeutig am langweiligsten.

Die Steuerung der drei genannten Aktivitäten ist trotz kleinerer Mängel insgesamt sehr gelungen. Die Funktionen von Wiimote und Nunchuk werden ausgenutzt, ohne dass das Spiel unübersichtlich wird. Es ist auch ein steigender Schwierigkeitsgrad zu verzeichnen. In den “Freilauf”-Sequenzen jedoch ist die Steuerung eher grenzwertig. Der Analogstick reagiert besonders beim schnellen Laufen nur sehr schlecht, und so findet man Harry öfter mal mit dem Gesicht gegen eine Mauer gespresst wieder.

Vom Schwierigkeitsgrad her ist das Spiel sehr moderat, wenn man eine Aufgabe mal nicht schafft, wird diese unter erleichterten Bedingungen nochmals wiederholt. Durchgespielt ist das Hauptspiel recht schnell (6-8 Stunden, geschätzt), man kann sich danach noch die Zeit mit der Suche nach Wappen oder den verschiedenen Clubs (Tränke, Duelle und Quidditch.. mal wieder) vertreiben.

Insgesamt kein Spiel zum Kaufen, denn nach einmal Durchspielen hat man eigentlich schon keinen Bock mehr… ging mir zumindest so. Vom Grundgedanken her jedoch sehr nett, und Harry-Potter-Fans sollten über taktisches Ausleihen (oder Abwarten, bis es auf dem Ramschtisch landet) durchaus nachdenken ;)